Fünfter Vortrag
Jetzt wollen wir andeuten, wie die ästhetischen Impulse in den Menschen hereinstrahlen (Zeichnung II). Da sind die Dinge etwas verschoben, und zwar einfach um eins hinauf verschoben. Da muß man dasjenige, was man vorher noch in das Haupt hereingezeichnet hat, höher zeichnen, so daß es das Haupt gleichsam umschwebt. Im Ästhetischen wird das Ich umflossen und das Ästhetische strömt gleich in den astralischen Leib herein, so daß man den Eindruck hat, wie wenn das Haupt von dem Ich im Ästhetischen umschwebt würde. Wer ein wenig Gefühl und Empfinden des Schönen hat, der kann schon, ohne besonders stark hellfühlend zu sein, empfinden, wie er beim Anblick irgendeines Kunstwerkes eigentlich in einer äußeren Umgebung des Kopfes lebt. Dagegen die unmittelbare Ergreifung des Menschen, die ist im Kopf drinnen; da wird der astralische Leib ergriffen, so daß wir hier die Strahlungen so zu zeichnen hätten.
Cite:
GA 170/1916-08-06/p011 · edition original