Fünfter Vortrag
Man muß, wenn man diese Dinge erfaßt, wirklich auch etwas das Gefühl zu Hilfe nehmen. Man wird dabei fast an Nietzsches Wort erinnert: «Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht!» Der Tag bedeutet da das physische Erleben, das physische Wahrnehmen, die physische Erfahrung. «Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht!» Das ist sie wirklich, und insbesondere, wenn man den Menschen in seiner vollen Ganzheit zu dieser Welt mitzählt; diesen Menschen, der auf der Weltenbahn seiner Evolution lebt und von dem wir eigentlich in unserem gegenwärtigen Dasein noch wenig erfassen können. Das heißt: Von uns selber erfassen wir in dem gegenwärtigen Dasein noch wenig. Es steckt so viel, so unendlich viel in dem, woraus wir geworden sind, und was wir alles einstmals werden wissen müssen bei unserem Durchgang durch Jupiter-, Venus-, Vulkansphäre, und es steckt so viel in uns von dem, was noch werden soll innerhalb unserer Erdenevolution! Erst nach und nach lebt man sich herauf aus dem, was noch anklingt an die Vorstellungen der heutigen Zeit, zu dem, was, weil es schon mehr geistig ist, dem Menschen schwer wird zu erfassen, was mit den gewohnten Vorstellungen die heutige Menschheit noch sehr wenig erfaßt. Wenn wir den Menschen so betrachten, wie er heute auf der Erde lebt, so steckt ja, man könnte sagen, samenhaft in ihm schon das, was während der Jupiter-, während der Venus-, während der Vulkanperiode sich entwickeln wird. Aber ebenso ist der Mensch ein Ergebnis der Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erdensphäre. Ich sagte gestern: Das Weisheitliche, das Wahrheitsmäßige ist schon auf der Sonne veranlagt und wird auf dem Jupiter abgeschlossen sein. Wollen wir uns das auch einmal graphisch darstellen.
Cite:
GA 170/1916-08-06/p075 · edition original