Fünfter Vortrag
Man muß schon das Gefühl zu Hilfe nehmen, wenn man versuchen will, in alle Tiefen dessen einzudringen, mit dem der Mensch zusammenhängt. Denn nur dadurch bekommt man allmählich eine VorstelJung, wie sich der Mensch hineinlebt in die Reiche der Geistigkeit Moralität, Ästhetik, in das Vorstellungsmäßige, das Wahrheitsmäßige geradeso, wie er sich beim Betreten des physischen Planes hineinlebt in das Mineralische, das Pflanzliche und das Tierische. Mensch ist der Mensch durch alle diese Reiche hindurch, und das Menschenwesen steigt herab durch das Mineralische, Pflanzliche, Tierische, Menschliche, steigt hinauf in das Moralische, Ästhetische und in das Wahrheits-Weisheitsvolle. Und eingefügt ist der Mensch in den Strom des Daseins, das in wunderbarer Weise durch die Entwickelungssphären von Saturn, Sonne, Mond und Erde, Jupiter, Venus, Vulkan hindurch, übergreifend und dadurch die einzelnen Kräfte miteinander verbindend, den Menschen ausstattet im Laufe seiner Evolution mit alledem, was ihm eben zugeteilt ist aus den tieferen Impulsen des Weltenalls heraus.
Cite:
GA 170/1916-08-06/p089 · edition original