Dreizehnter Vortrag
Ich mußte in den Vorträgen, die ich gehalten habe, mancherlei sagen, was paradox genannt werden könnte, was mit Recht auch gegenüber dem Materialismus der Gegenwart paradox klingen mag. Aber so ist es ja: Erkenntnisse aus dem Gebiete von jenseits der Schwelle beziehen sich auf ein anderes Gebiet der Welt, vielleicht sagen wir besser auf eine andere Form der Welt, als dasjenige ist, in welchem die sinnenfälligen Tatsachen liegen, die heute von dem, was sich Wissenschaft nennt, allein betrachtet werden wollen. Erinnern wir uns an einzelne Dinge, von denen gesprochen werden mußte. Erinnern wir uns daran, daß wir ausführen konnten, in welcher Art auf den Weltzusammenhang des Menschen das Äußere der menschlichen Gestalt hinweist: Wie das Haupt des Menschen in seiner Formung, in seiner ganzen Gestaltung — also der Kopf, so wie er ist — erstens ein Gebilde ist, das innerhalb des Erdenlebens gar nicht veranlagt werden und entstehen konnte, das ein Ergebnis der Mondenkräfte ist, das aber auch so, wie es im Speziellen, im Individuellen geformt ist, bei jedem einzelnen Menschen ein Ergebnis seiner vorhergehenden Inkarnation ist, und daß hinwiederum das, was außer dem Kopf menschlicher Leib ist, gewissermaßen in der Vorbereitung ist, Kopf zu werden in der nächsten Inkarnation. So daß wir in der Form des menschlichen Hauptes einen Hinweis haben auf eine vorhergehende Inkarnation; in demjenigen, was wird aus dem menschlichen Leib, einen Hinweis haben auf die nächste Inkarnation des Menschen. Es schließt sich wirklich so die menschliche Gestalt unmittelbar an die vorhergehende und die nächstfolgende Inkarnation an. Wenn man so den Menschen betrachtet, so weist er also auf einen großen Weltenzusammenhang hin.
Cite:
GA 170/1916-08-28/p003 · edition original