Dreizehnter Vortrag
Lassen wir das einmal schematisch den Gesamtleib des Menschen sein (siehe Zeichnung), und würden jetzt zuteilen den Kopf dem Widder, den Hals dem Stier und so weiter, so daß wir den zwölf Sternbildern den Gesamtmenschen zuteilen. Nach dem, was wir nun über den Zusammenhang des gesamten Sinnesorganismus gesagt haben, müssen wir nun das, was hier nur dem einen Sternbild zugeteilt ist, wiederum selber allen zwölf Sternbildern zuteilen. Wir müssen also hier dasselbe wiederholen. Und ich mache Sie aufmerksam auf diese Eigentümlichkeit, die sich geradezu bei allen großen Gesetzen des Universums wiederholt. Wenn man so etwas hat wie eine Zwölfzahl, so gehört immer ein Glied der Zwölfzahl mit zum Ganzen und ist doch wiederum ein selbständiges Glied. Das eine Glied, der Kopf, ist zugeteilt einem Sternbilde und doch wiederum - als Besonderes, Spezielles herausgehoben — allen zwölf Sternbildern. Man müßte, wenn das richtig ist, was so gesagt worden ist, voraussetzen, daß wenn dies der Leib in einer Inkarnation ist, der zum Haupt in der nächsten Inkarnation wird, so müßte also gewissermaßen, was heute der ganze Kopf ist, in der nächsten Inkarnation einem Sinnesorgan dienen. Das, was heute der Kehlkopf ist, das Sprachorgan, mit allem, was sich in seiner Nachbarschaft befindet, das müßte in der nächsten Inkarnation, umgewandelt, metamorphosiert, einem zweiten Sinnesleben dienen; dasjenige, was in den Armen sich ausdrückt, einem dritten Sinnesleben und so weiter. Wie wir stehen in der Welt, würden wir sagen: Umgewandelt, metamorphosiert ist unser ganzer Leib zu einem Haupte in der nächsten Inkarnation, und zwar so regelmäßig, daß die Zwölfheit, die heute in unserem Leibe ist, in der nächsten Inkarnation wiederum in der Zwölfheit des Hauptes erscheinen könnte.
Cite:
GA 170/1916-08-28/p009 · edition original