Dreizehnter Vortrag
Was so in schlecht okkultistischen Kreisen bewußt hervorgebracht wird, was eingegangen wird als ein Bündnis mit Ahriman und Luzifer, das wird natürlich auch dadurch geübt, daß ins Unbewußte der Menschen Ahriman und Luzifer hineinwirken. Und vieles von dem, was kritisierend gesagt werden muß über den Charakter gerade des fünften nachatlantischen Zeitraums, wie er sich jetzt entfaltet in der großen Welt draußen, muß auch in dieser Art auf ahrimanische und luziferische Impulse zurückgeführt werden. Daß so vieles gesagt wird, was direkt verlogen oder gelogen ist, daß aber auch so vieles gesagt wird, nicht deshalb, weil zuerst geholt wird die Berechtigung, etwas zu sagen aus der Übereinstimmung mit der Objektivität, sondern weil man es sagen will, weil es der Emotion, der Leidenschaft entspricht, das ist darauf zurückzuführen, daß wirklich in chaotischer Weise ahrimanische und luziferische Strömungen gegenwärtig sehr stark die Welt ergriffen haben. Denn wir würden in der heutigen Menschheitsentwikkelung nicht können aus einer Leidenschaft heraus Behauptungen tun, ohne zu untersuchen die Übereinstimmung mit der Objektivität, wenn wir uns nur den guten Mächten überlassen würden. Der atlantische Mensch und der nachatlantische höchstens bis in die Mitte der vierten nachatlantischen Periode hinein konnte noch aus seinem Inneren heraus Wahrheiten in Übereinstimmung mit der bezeichneten Objektivität finden. Aber das, wissen wir ja, ist verlorengegangen. Es ist ja gerade unser Zeitenzyklus da, damit die Menschheit lernen kann, die Außenwelt zu beobachten, die Außenwelt zu untersuchen, und nicht aus den Leidenschaften heraus sich Behauptungen zu formen.
Cite:
GA 170/1916-08-28/p030 · edition original