{"corpus":"steiner","locus":"GA 171/1916-09-17/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Griechentum, so wie es sich entwickelt hat, war eine große Enttäuschung für diejenigen Mächte, die man die luziferischen Mächte nennen kann. Es ist ja natürlich, daß man diese Dinge sozusagen nur aus der imaginativen Erkenntnis heraus geben kann, und so wollen wir es auch heute halten. Also eine große Enttäuschung war das Griechentum, wie es sich entwickelt hat, denn die luziferischen Mächte haben etwas ganz anderes erwartet vom Griechentum. Bedenken wir nur einmal, daß das Griechentum, als der vierte nachatlantische Zeitraum, in der nachatlantischen Zeit den luziferischen Mächten hätte gewissermaßen das bringen sollen, was sie für sich als luziferische Mächte angestrebt haben während der atlantischen Zeit. Die luziferischen Mächte haben gewisse Tätigkeiten, Kräfteeinwirkungen entfaltet während der atlantischen Zeit. Sie haben für sich die Früchte wiederholentlich erwartet in der vierten nachatlantischen Kulturepoche. Was haben sie denn eigentlich erwartet? Wenn man so etwas bespricht, kommt man zu einer Anschauung des Inneren der luziferischen Seele. Man lernt kennen dieses luziferische Leben, das besteht in fortwährenden Anstrengungen in gewissen Zeiträumen, in der Erwartung, daß diese Anstrengungen ihren Erfolg haben, und in immer neuen Enttäuschungen. Gewiß, ein sogenannter menschlicher Logiker könnte sich sagen: Warum geben die luziferischen Mächte ihr Streben nicht auf, da sie ja die Schlußfolgerung ziehen können, daß sie immer wieder enttäuscht werden müssen? — Ein solcher Schluß wäre eben auch menschliche Weisheit, nicht luziferische Weisheit. Es haben das eben die luziferischen Mächte bisher jedenfalls nicht getan, sondern sie vergrößern immer wieder ihre Anstrengungen, nachdem sie immer neue Enttäuschungen erlebt haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1916-09-17","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/171/1916-09-17/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/171/1916-09-17/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/171/1916-09-17/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}