Vierter Vortrag

GA 171/1916-09-23/p016 ·1916-09-23 · original (original)
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Man hatte im Grunde genommen nichts anderes erlangt, als daß man erkannt hatte, was zum Vorschein kommt, wenn man gerade die besten Eigenschaften der neueren Zeit aus dem menschlichen Bewußtsein ausschaltet und den Menschen zurückführt auf frühere Zeiten, auf unterbewußte Seelenzustände. Das, was bis in die neuere Zeit herein von diesen unterbewußten Seelenzuständen geblieben war, das war jetzt bloßgelegt, das war herausgekommen. Denken Sie also, daß durch lange Zeiten hindurch sich vorbereitet und dann in den letzten drei bis vier Jahrhunderten sich entwickelt hat ein ganz bestimmtes Bewußtsein, welches die geistige Welt zudeckte, und daß dadurch abgenommen hat die Fähigkeit eines unmittelbaren Zusammenhanges mit der geistigen Welt. Aber man hatte nichts getan, um neue Kräfte zu neuen Zusammenhängen mit der geistigen Welt zu entwickeln. Es waren also nur die alten herausgekommen. Diese alten, die gingen auf das, womit sie schon früher verbunden waren, auf das, was nicht das unmittelbar Lebendige in der gegenwärtigen Umgebung ist, sondern auf das Tote, auf die Toten, weil der Mensch dadurch, daß er sich im Sinne der drei bis vier letzten Jahrhunderte und noch weiter zurück entwickelt hat, seine ganze Seele so gestimmt hat, daß diese Seele eigentlich für das Tote, für die Erkenntnis des Toten besonders gebildet ist. Hier in der materiellen Welt erkennt man durch die Art der Erkenntnis der neueren Zeit das Tote. Durch die Kräfte, die man aus den tieferen Untergründen der Seele hervorholt, erkennt man auch nicht das Lebendige, sondern das Tote. So zeigte sich durch alle die Veranstaltungen nicht ein Gang zur Lebendigkeit des Geistigen, sondern ein Gang zu dem, was tot ist, nur natürlich dann zu demjenigen, was man in der geistigen Welt als Totes findet.

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Cite: GA 171/1916-09-23/p016 · edition original