Zweiter Vortrag

GA 172/1916-11-05_02/p022 ·1916-11-05 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Aber durch dieses innerliche Isoliertsein, das ich beschrieben habe bei Goethe, treten jene tiefen Einsichten auf in seiner Seele, die uns aus seinem «Faust» entgegentreten. Denn solche Werke wie «Faust» sind nicht Dichtungen wie andere Dichtungen. Der «Faust» quillt gleichsam hervor aus dem ganzen Geiste der fünften nachatlantischen Kulturperiode; er wächst weit über Goethe hinaus. Und manches, was wir erleben mit der Welt und ihrem Werden, es tönt uns aus «Faust» in einer merkwürdigen Weise entgegen. Gedenken Sie des Wortes, das Sie eben vorhin gehört haben:

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/172/1916-11-05_02/p022.json
Cite: GA 172/1916-11-05_02/p022 · edition original