{"corpus":"steiner","locus":"GA 172/1916-11-26_02/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun wollen wir uns heute eine wirkliche Eigenschaft, die aus der Evolution der Menschheit sich ergab für die Mysteriengepflogenheiten, einmal vor die Seele führen. Ich habe es Ihnen ja öfter betont: Die Menschheit hat sich geändert im Laufe der Erdenentwickelung, und ein wichtiger Einschnitt war in der Entwickelung zur Zeit, da der Christus durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist. Will man ein wesentlichstes Merkmal dieser Evolution neben anderen, die wir schon angeführt haben, anführen, so muß man sagen: Wenn wir zurückgehen würden über die griechisch-lateinische Zeit, namentlich wenn wir über das 4. Jahrhundert vor Christus hinauskommen zum 5., 6., 7. Jahrhundert — wir können also sogar schon bleiben in der griechisch-lateinischen Zeit, aber wir würden noch mehr finden, wenn wir in die ägyptisch-chaldäische hinübergingen oder gar in die persische -, so finden wir überall, daß dasjenige, was vom Menschen gesprochen wurde, für die übrigen Menschen eine ganz andere Bedeutung hatte als nachher, zum Beispiel schon im 7.,8. Jahrhundert nach dem Mysterium von Golgatha. Das Wort, das einer zum andern sprach, hatte eine ganz andere Bedeutung in der Zeit, in der noch die alten atavistischen Eigenschaften der Seele vorhanden waren, die sogar zum atavistischen Hellsehen noch führten, als später, als heute. Da hatte das Wort, wenn ich so sagen darf, durch seine eigene innere Kraft eine Art suggestiven Wert, denn es lag in dem Worte viel von ererbter göttlich-geistiger Kraft. Wenn der Mensch sprach, sprach gewissermaßen in seinem Wort immer der Engel mit aus den höheren Hierarchien heraus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Neunter Vortrag","site_heading":null,"date":"1916-11-26","location":null,"word_count":248,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/172/1916-11-26_02/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/172/1916-11-26_02/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/172/1916-11-26_02/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1916-11-26"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 172/1916-11-26","note":"A second English translation of the same lecture as 1916-11-26. The German served under this id repeats the German of 1916-11-26: one German text, to be cited at 1916-11-26.","same_lecture_as":"GA 172/1916-11-26","german_repeats":"GA 172/1916-11-26"}}