Achter Vortrag

GA 173a/1916-12-21/p006 ·1916-12-21 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.» (This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.). The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one.

Als die Zeit herannahte, da die Menschheitsentwickelung in sich das Christus-Wesen aufnehmen sollte, da war, allerdings wie eine Erbschaft aus alten hellseherischen Weisheitszeiten, eine Möglichkeit da, sich gewisse Vorstellungen und Ideen zu machen über die ganze Höhe der Christus-Wesenheit. Und es gab in dieser Zeit eine Weisheit, von welcher die heutige Menschheit oftmals, man könnte sagen, freventlich redet, von welcher sie sich aber doch kaum eine Vorstellung machen kann; es gab dasjenige, was durch gewisse Strömungen - im Grunde Gegenströmungen der tieferen christlichen Offenbarung — aus der Menschheitsentwickelung bis jetzt ausgerottet worden ist: es gab die Gnosis, eine Weisheit, in welche vieles von uraltem, in atavistischem Hellsehen der Menschheit geoffenbartem Erkennen eingeflossen war. Es war alles das, was als Gnosis mündlich oder schriftlich vorhanden war, durch die abendländische dogmatische Christentumsentwickelung geradezu mit Stumpf und Stiel ausgerottet worden, nachdem allerdings diese Gnosis sich bemüht hatte, ihrerseits eine Antwort zu finden auf die Frage: Wer ist der Christus?

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/173a/1916-12-21/p006.json
Cite: GA 173a/1916-12-21/p006 · edition original