{"corpus":"steiner","locus":"GA 173b/1916-12-25/p045","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Vielleicht hatten die Ratsherren, aus deren Mitte einer herausgenommen wurde, etwas lange Nasen, aber das wollen wir nicht besonders untersuchen, jedenfalls nahm der Kaiser den Ratsherrn, den man in Köln den Guten Gerhard nannte, zu sich in ein besonderes Zimmer und fragte: Warum nennt man dich den Guten Gerhard? Er mußte diese Frage stellen, denn der Engel hatte ihn darauf verwiesen, daß etwas davon abhänge, daß er erkenne, warum man diesen Mann den «Guten Gerhard» nenne; denn durch den sollte er ja geheilt werden. Da sagte der Gute Gerhard so ungefähr: Man nennt mich den Guten Gerhard, weil die Leute gedankenlos sind. Ich habe nichts Besonderes getan. Aber das, was ich getan habe und was wirklich unbedeutend ist, was ich dir auch nicht erzählen will und nicht erzählen werde, das ist ein bißchen bekanntgeworden, und weil die Leute eben das Bedürfnis haben, überall Worte zu erfinden, so nennen sie mich den Guten Gerhard. — Nein, nein, sagte der Kaiser, so einfach kann das nicht sein, und es ist für mich und meine ganze Regierung außerordentlich wichtig, daß ich weiß, warum du der Gute Gerhard genannt wirst. - Der Gute Gerhard wollte das nicht verraten, aber der Kaiser wurde immer eindringlicher, und so sagte der Gute Gerhard: So will ich dir erzählen, warum sie mich den Guten Gerhard nennen; aber du darfst es nicht wiedersagen, denn ich sehe darin wirklich nichts Besonderes:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1916-12-25","location":null,"word_count":231,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/173b/1916-12-25/p045","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/173b/1916-12-25/p045"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/173b/1916-12-25/p045","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"stenogram","scope":"volume","note":"Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus.","evidence":"Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.","evidence_translation":"This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.","evidence_source":"The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one."}}