Vierzehnter Vortrag
Indem wir über diese Dinge sprechen, bringen wir die großen Gesichtspunkte, die mit dem Karma unserer Zeit zusammenhängen, unmittelbar in Verhältnis zu dem, was in unserer Zeit lebt und im weitesten Umkreise viel, viel Schlimmes bewirkt. An der Oberfläche sehen wir, wie in mächtigen Wogen, die viel mehr verschlingen als man denkt, die Lüge heute durch die Welt pulst. Die Lüge hat ja ein ungeheuer starkes Leben. Aber an solchen Betrachtungen, wie wir sie heute angestellt haben, sehen Sie, wie die Lüge nur das korrelative Gegenbild ist des seinsollenden aber nicht vorhandenen spirituellen Strebens. Ich möchte sagen, die göttlich-geistige Weisheit der Welt hat den Menschen die Möglichkeit gegeben, spirituell zu streben. Wir haben das Gift in uns, das wir auflösen können; aber wir müssen es auch auflösen, sonst bleibt es in uns wie eine Art Partialleichnam.
Cite:
GA 173b/1917-01-01/p034 · edition original