Zwanzigster Vortrag

GA 173c/1917-01-15/p030 ·1917-01-15 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.» (This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.). The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one.

Die Dinge, welche gewissen Impulsen entsprechen, geschehen. Denn in der Weltgeschichte und in der Weltentwickelung waltet Notwendigkeit. Die Dinge geschehen. Aber sie geschehen so, daß die Kräfte wirklich aufeinander wirken. So wie niemals positive ohne negative Elektrizität ist, sondern die Gegensätze mit verschiedenen Intentionen aufeinander wirken, so ist es auch im Menschheitsgeschehen. Und gerade wenn man so etwas ins Auge faßt, muß man eine «moralinfreie» Betrachtung anwenden. Die bewahrt einen auch davor, zu fragen: Warum soll denn so etwas geschehen? — Es ist einmal in der Mission eines gewissen Elementes gelegen, daß so etwas geschieht, und das, was sich entwickelt, muß sich entwickeln. Aber es muß auch der Widerpart da sein, der Gegenpol, dasjenige, was einer solchen Sache entgegenstrebt. Das muß auch da sein. Und wenn wir jetzt die Sache im großen noch einmal betrachten, so sehen wir eigentlich von der Peripherie aus das wirken, was wir als diese drei Glieder charakterisiert haben.

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Cite: GA 173c/1917-01-15/p030 · edition original