Zwanzigster Vortrag
Wenn Sie die Dinge, die wir jetzt angeführt haben, ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen: Berechtigt oder unberechtigt kann nicht das eine und nicht das andere genannt werden; man muß einfach die Dinge aus ihrer Notwendigkeit heraus begreifen. — Aber man muß sich auch klar sein darüber, daß man die Dinge wirklich durchschauen soll. Es wird ja leicht die Frage aufgeworfen: Was kann man selber tun in dieser leidvollen Zeit? - Das erste, was man tun kann, ist, daß man versucht, die Dinge zu verstehen, sie zu durchschauen. Dann sind schon die Gedanken da, die Kräfte sind, und die sich auswirken werden. Wenn gefragt wird: Haben denn, da im Grunde genommen schlimme Mächte sich zeigen, die guten Mächte keine Gewalt? — Da muß man doch wiederum auch bedenken, welche Schwierigkeiten aus der Freiheit der Menschen heraus heute der Geltendmachung des Spirituellen innerhalb der brandenden Wogen des materiellen Lebens gemacht werden. Und darum handelt es sich ja. Soll es der Menschheit gar so leicht gemacht werden, voll zum spirituellen Leben zu kommen?
Cite:
GA 173c/1917-01-15/p048 · edition original