Einundzwanzigster Vortrag
Diese Dinge hängen wirklich zusammen mit den zunächst tiefsten Impulsen der Menschheit. Und wir werden den Dingen näherkommen, ihnen für unsere Zeit näherkommen, wenn wir einschalten in unsere Betrachtungen etwas über die nächstliegende Aufgabe gerade derjenigen geisteswissenschaftlichen Weltbetrachtung, die wir zu der unsrigen gemacht haben. Bedenken Sie, daß angestrebt wird durch unsere anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft ein Verstehen gewisser geistiger Zusammenhänge, die in der Welt sind, ein Verstehen gewisser Kräfte, die in der Menschenwelt wirken, und nicht nur in der Menschenwelt wirken, insofern der Mensch in der Entwickelung ist zwischen Geburt und Tod, sondern auch insofern der Mensch in der Entwickelung ist zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Über diese Dinge in rechter Art zu denken, ist ja für den Menschen der Gegenwart heute schwierig, weil er verloren hat gewisse Eigentümlichkeiten, die in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung da waren, eine Weile in den Untergrund getreten sind und wiederum aufleuchten müssen gerade durch dasjenige, was der Mensch als Geisteswissenschaft betreiben kann.
Cite:
GA 173c/1917-01-20/p005 · edition original