Einundzwanzigster Vortrag
So hat der Lebende die Möglichkeit, an den Toten heranzukommen. Aber der Tote hat auch die Möglichkeit, auf diese Weise in die Gedanken der Lebenden hereinzuwirken. Und wenn Sie den Geist der Geisteswissenschaft aufgenommen haben, dann werden Sie sich aus solchen Auseinandersetzungen heraus eine gerechte Vorstellung bilden können darüber, daß in dem materialistischen Zeitalter, in dem wir jetzt als Menschen schon so lange leben, die Toten immer weniger und weniger Einfluß auf den Gang der Ereignisse hier in der physischen Welt gewonnen haben, da die Menschen sich mehr materialistischen, das heißt auf den physischen Plan bezüglichen Vorstellungen hingegeben haben, zu denen die Toten keinen Zugang haben. Daher spielen sich die Ereignisse, die hier in der physischen Welt geschehen, ab ohne die Beeinflussung oder mit geringerer Beeinflussung durch diejenigen, die dahingegangen sind. Aber das muß wieder anders werden, es muß wiederum eine lebendige Kommunikation kommen zwischen den Lebenden und den Toten. Diejenigen, die hingestorben sind, müssen in die physische Welt hereinwirken können, damit dasjenige, was in der physischen Welt geschieht, nicht bloß unter dem Einflusse der Vorstellungen geschehe, die in der physischen Welt selber entstehen.
Cite:
GA 173c/1917-01-20/p013 · edition original