Einundzwanzigster Vortrag

GA 173c/1917-01-20/p021 ·1917-01-20 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.» (This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.). The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one.

Was ist die Folge? Die Folge ist, daß jetzt etwas eintritt, was für frühere Menschheitszeiträume zwar geeignet war, aber für unseren Menschheitszeitraum nicht mehr sein darf. Durch solche Verrichtungen ist die Möglichkeit gegeben, daß die geistige Welt, ohne daß der Mensch ihr entgegengeht auf dem Wege, wie ich es angedeutet habe, einen Einfluß gewinnt auf die Menschen, die teilnehmen an solchen Verrichtungen zeremonieller Art. Das heißt, es wird eine Möglichkeit geschaffen, daß Tote, neben andern Geistern, auf diejenigen, die eingesponnen sind in einem solchen Ring, der durch die zeremonielle Magie geschaffen wird, einwirken. Dadurch aber kann der Materialismus unserer Zeit gewissermaßen übermaterialisiert werden. Denken Sie sich, ein Mensch sei ganz und gar, nicht bloß in bezug auf seine Weltanschauung, sondern in bezug auf sein ganzes Empfinden, auf sein Fühlen materialistisch gesinnt, und das sind im Westen ungeheuer viele Leute. Nun steigert sich diese materialistische Gesinnung noch in hohem Maße. Dann bekommt er den Drang, nicht nur einen Einfluß zu haben auf die materielle Welt, solange er im physischen Leibe lebt, sondern über den Tod hinaus. Er strebt an: Wenn ich sterbe, so will ich irgendeine Stätte haben, durch die ich auf die lebenden Menschen, die ich zurückgelassen habe auf.der Erde, oder die abgerichtet werden für mich, wirke. Es gibt in unserer Zeit eben schon Menschen, deren materialistischer Drang so stark ist, daß sie nach Einrichtungen streben, durch die sie über den Tod hinaus in der materiellen Welt Einrichtungen pflegen können. Und solche Instrumente, durch die der Mensch sich eine materielle Herrschaft sichert über den Tod hinaus, das sind eben Stätten gewisser zeremonieller Magie.

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