Einundzwanzigster Vortrag
Dabei werden die Menschen durch dasjenige, was sie in der zeremoniellen Magie dann erleben, allerdings so betäubt, daß der Gedanke sie nicht mehr geniert, der demjenigen sich vor die Seele stellen müßte, der diese Dinge in wahrhaftigem Ernst und echter Würde nimmt; denn ebensoviel wie einem zuwächst an unsterblichem Sterblichem, oder besser gesagt an ahrimanischer Unsterblichkeit, ebensoviel verliert man von dem Bewußtsein der andern, der wirklichen, der echten Unsterblichkeit. Aber der Materialismus hat viele Gemüter in unserer Zeit so ergriffen, daß sie nicht geniert werden, daß sie hinwegbetäubt werden und in der Tat streben nach ahrimanischer Unsterblichkeit. Und man kann sagen: Es gibt heute Gesellschaften, die sind, spirituell gedacht, okkultistisch gedacht, «Assekuranzgeseilschaften auf ahrimanische Unsterblichkeit»!
Cite:
GA 173c/1917-01-20/p025 · edition original