{"corpus":"steiner","locus":"GA 173c/1917-01-20/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es ist immer nur eine kleine Anzahl von Menschen, die mit all diesen Dingen vertraut sind, denn solche Gesellschaften sind in der Regel so organisiert, daß die zeremonielle Magie namentlich auf diejenigen wirken soll, die ahnungslos sind, auf Menschen, die ein gewisses Bedürfnis haben, mit der geistigen Welt in Beziehung zu treten durch allerlei symbolische Handlungen. Solcher Menschen gibt es viele. Es sind wahrhaftig an sich nicht die schlechtesten Menschen, die das erreichen wollen. Solche Menschen werden nun in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingenommen, und eine kleine Anzahl setzt sich dann zusammen, die eigentlich nur sich der andern, die in den Kreis der zeremoniellen Magie hereingesponnen sind, als Instrumente bedienen. Daher sollte man vorsichtig sein gegenüber allen sogenannten okkulten Gesellschaften, welche sogenannte höhere Grade verwalten, deren Ziele für die untern Grade ein Geheimnis bleiben. Diese Verwaltungsgrade umfassen in der Regel diejenigen, die eigentlich erst soweit eingeweiht sind, daß sie eine Ahnung haben von demjenigen, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, sie umfassen diejenigen, die in positiver Weise bewußt wirken sollen, welche gewisse Ziele und Richtungen angeben, die dann verwirklicht werden dadurch, daß man das Gros der andern hat, die in den Kreis der zeremoniellen Magie nur eingesponnen sind. Alles, was diese Leute tun, wird so getan, daß es in der von den oberen Graden gewollten Richtung geschieht, aber verstärkt durch die Kräfte, die aus der zeremoniellen Magie kommen. Wer sich ein wenig Einblick verschafft in die ungeheuer große Zahl von solchen Gesellschaften des Westens, welche zeremonielle Magie treiben, der kann dann auch eine Ahnung bekommen, welches ungeheuer wirksame Instrument für weitgehende Weltenpläne solche Gesellschaften sein können. Denn das Wesentliche besteht ja, wie Sie gesehen haben, darin, daß ein gewisses Hereinwirken des Spirituellen in das Physisch-Sinnliche, wie es in früheren Zeiten richtig war, in unsere Zeit heraufgenommen wird, während in unserer Zeit das Richtige ist, daß der Mensch in der geschilderten Weise entgegenkommt den Toten, so daß man sich gewissermaßen mit den Toten auf halbem Wege begegnet. In der Ihnen angedeuteten Stimmung wird hier ein Weg gesucht, der für frühere, atavistische Zeiten der Weg war und der in die Gegenwart durch das Medium der zeremoniellen Magie hereingenommen wird.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Einundzwanzigster Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-01-20","location":null,"word_count":358,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/173c/1917-01-20/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/173c/1917-01-20/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/173c/1917-01-20/p026","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"stenogram","scope":"volume","note":"Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus.","evidence":"Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.","evidence_translation":"This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.","evidence_source":"The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one."}}