Einundzwanzigster Vortrag

GA 173c/1917-01-20/p031 ·1917-01-20 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.» (This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.). The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one.

Es ist damit auf Allerallerwichtigstes hingewiesen. Und nur, wenn man versteht, wie in solchen Gesellschaften die lebendigen Testamente, nicht die geschriebenen Testamente für das Leben, sondern die Kräfte, die über den Tod hinaus wirken, jedoch nicht wirken sollten, konserviert werden, dann merkt man etwas von der magischen Macht, welche solche Gesellschaften ausüben und die es ihnen ermöglicht, oftmals auch dem Unwahren den Stempel des Wahrhaftigen aufzudrücken. Und es ist schon eine wichtige magische Verrichtung, das Unwahre in der Welt so zu verbreiten, daß es wie das Wahre wirkt. Denn in dieser Wirkung des «Unwahren wie des Wahren» liegt eine ungeheure Kraft des Bösen. Und diese Kraft des Bösen wird von den verschiedensten Seiten her ganz gehörig ausgenützt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/173c/1917-01-20/p031.json
Cite: GA 173c/1917-01-20/p031 · edition original