Zweiundzwanzigster Vortrag
Jetzt habe ich Ihnen den physischen Menschen als ein Abbild dargestellt des Kosmos, wie er gewissermaßen Bild ist der aus dem Kosmos zusammenwirkenden Kräfte. Wir können auch andere Verhältnisse im Zusammenhange mit dem Kosmos betrachten. Da müssen wir dann den geistigen Kosmos in Beziehung zum Menschen denken, nicht bloß den physischen Kosmos. Was wir jetzt betrachtet haben, war der physische Mensch. Daher konnten wir auch stehenbleiben bei dem physischen Kosmos. Betrachten wir den Menschen als entkörpertes Wesen zwischen Tod und neuer Geburt, dann können wir nicht stehenbleiben bei dem, was sich im Raume erschöpft, denn der dreidimensionale Raum, wie wir ihn haben, ist allerdings maßgebend für den physischen Menschen, der zwischen Geburt und Tod lebt, er ist aber nicht maßgebend für den geistigen Menschen, der zwischen Tod und neuer Geburt lebt. Man muß sich dann klar sein, daß der Tote eine andere Welt noch zur Verfügung hat als diejenige, die in drei Dimensionen lebt.
Cite:
GA 173c/1917-01-21/p022 · edition original