{"corpus":"steiner","locus":"GA 173c/1917-01-21/p035","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Daher haben böswillige oder beschränkte Menschen es sehr leicht, in geisteswissenschaftlichen Begriffen Widersprüche zu entdecken, weil die Begriffe lebendig sind, und das Lebendige trägt in einem gewissen Sinne, wenn auch nicht den kontradiktorischen Widerspruch, so doch das Bewegliche in sich. Aber das kommt gerade durch die Beschäftigung mit dem Geistigen. Man muß da die Dinge von den verschiedensten Seiten beleuchten. Und dieses Beleuchten von den verschiedensten Seiten bringt einen nun wirklich der geistigen Welt nahe. Daher fühlen sich die Toten wohl, wenn sie hereinkommen können in die Sphäre von Menschenbegriffen, die nicht pedantisch umrissen sind, sondern die beweglich sind. Am unwohlsten fühlen sich die Toten, wenn sie hereinkommen sollen in die allerpedantischesten Begriffe, die für die übersinnliche Welt in der letzten Zeit geprägt worden sind für die Menschen, die nun ganz und gar nicht in der geistigen Welt leben wollen, sondern die auch für die geistige Welt Sinnliches haben wollen, die also spiritistische Experimente machen, um auch die geistigen Begriffe in die sinnliche Sphäre ganz fest hereinzubekommen. Das sind eigentlich die größten Materialisten. Diese Menschen suchen für den Verkehr mit den Toten gerade starre Begriffe auf. Daher martern sie die Toten am allermeisten, weil sie sie zwingen, wenn sie herankommen wollen, gerade in das Gebiet einzutreten, das der Tote seiner ganzen Organisation nach nicht lieben kann. Er liebt die beweglichen Begriffe, nicht die starren Begriffe.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiundzwanzigster Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-01-21","location":null,"word_count":225,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/173c/1917-01-21/p035","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/173c/1917-01-21/p035"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/173c/1917-01-21/p035","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"stenogram","scope":"volume","note":"Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus.","evidence":"Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.","evidence_translation":"This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.","evidence_source":"The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one."}}