Dreiundzwanzigster Vortrag

GA 173c/1917-01-22/p023 ·1917-01-22 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.» (This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.). The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one.

Sie wissen -— um etwas Naheliegendes zu erwähnen -, in einem bestimmten Zeitpunkt wurde fixiert das Dogma der sogenannten Infallibilität. Dieses Dogma der Infallibilität — das ist nun das Wichtige — wird von vielen Menschen akzeptiert, angenommen. Derjenige, der nun ein wirklicher Christ ist, kann sich überlegen: Wie ist es mit diesem Dogma der Infallibilität? - Er kann sich zum Beispiel die Frage vorlegen: Was würden die ersten Kirchenväter, die noch näher dem ursprünglichen Sinne des Christentums gestanden haben, zu dem Dogma der Infallibilität gesagt haben? — Sie würden es eine Gotteslästerung genannt haben! Und damit würde man im christlichen Sinne wohl auch die Sache treffen können. Damit würde man aber hingedeutet haben auf ein außerordentlich wirksames okkultes Mittel, nämlich durch etwas im eminentesten Sinne Widerchristliches Glauben zu erwecken. Aber dieser Glaube ist ein wichtiger okkulter Impuls nach einer bestimmten Seite hin, um loszukommen von der normalen christlichen Entwickelung. Sie sehen, man kann an Nächstes rühren, und man findet überall in der Welt okkulte Impulse.

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