Vierter Vortrag

GA 174a/1915-11-29/p015 ·1915-11-29 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Man lernt erkennen, wie auf dem Schauplatz der Seelenbeobachtung nach dem Tode Menschenseelen auftreten. Von zweierlei Art sind diese Menschenseelen: solche Menschenseelen, die früher schon eingetreten sind in die geistige Welt, vor unserem Tode, die wir also schon drinnen als entkörperte Seelen finden, und solche Seelen, die noch im Leibe verkörpert auf Erden sind. Auch diese, die noch auf Erden sind, sind wir imstande ebenso mitzuerleben. Indem der Schauplatz des irdischen Daseins von uns entschwindet, bleibt uns die Möglichkeit, mit dem, was seelisch war, uns noch verbunden zu wissen. Es entschwindet uns nur das Physische, unsere Seele erweitert sich, vereinigt sich mit dem weiten All, und dadurch gerade ist die Möglichkeit gegeben, auch indem uns das Physische gleichsam enteilt, uns mit dem Seelischen noch verbunden zu wissen und es zu erleben.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/174a/1915-11-29/p015.json
Cite: GA 174a/1915-11-29/p015 · edition original