Vierter Vortrag
Aber eines tritt uns da zutage, was wichtig ist, wichtig für das Bewußtsein, das wir in uns erzeugen sollen in unserem gemeinschaftlichen Arbeiten in den Zweigen. Ich habe früher — Sie können das nachlesen — von einem anderen Gesichtspunkt aus aufmerksam gemacht auf die Tatsache, daß das Leben im Seelenlande ungefähr ein Drittel der Zeit beträgt, die man durchlebt hat zwischen der Geburt und dem Tode. Es sind Gründe dafür angegeben in den Büchern. Aber diese Gründe sind von einem anderen Gesichtspunkte aus angegeben, als der ist, den ich jetzt angebe. Man durchlebt das Leben der Nächte. Wie ‚lange schläft man denn eigentlich normalerweise? Man verschläft ein Drittel seines Lebens. Es stimmt ungefähr, daß man ein Drittel seines Lebens schläft. Indem man nun nach dem Tode die Nächte durchschreitet, dauert das ein Drittel des Erdenlebens. Das hängt zusammen mit dem Durchschreiten der Nächte. Das ist ungeheuer interessant und wichtig. Denn noch aus ganz anderen Gründen heraus wurde das bisher angegeben. Ich habe das wieder verzeichnet zum Beispiel in der «Geheimwissenschaft im Umriß»: ein Drittel des Erdenlebens dauert das nochmalige Durchleben desselben nach dem Tode, das Kamalokaleben. Jetzt, von einem ganz anderen Gesichtspunkte aus, an den früher gar nicht gedacht wurde, stellt sich wieder heraus: Dieses Kamalokaleben ist ein Drittel des Erdenlebens -, von dem Gesichtspunkte aus, daß man die Nächte durchlebt. Sehen Sie, das sind solche Dinge, die, wenn sie immer wieder und wiederum auftreten, so ungeheuer tragend und kräftigend als beweisende Kräfte sind für das, was die Geisteswissenschaft dem Menschen geben kann. Man sucht eine Wahrheit von einem gewissen Ausgangspunkte aus, kommt dazu: Das Kamalokaleben dauert ein Drittel des Erdenlebens. - Dann findet man von einem ganz anderen Gesichtspunkte aus dasselbe Ergebnis. Diese Ergebnisse stützen sich. Das tritt uns immer wieder entgegen, und das gibt eben jene Sicherheit, die auch dem wird, der noch nicht selber forschen kann. Auf dieses Zusammenstimmen habe ich schon oftmals aufmerksam gemacht. Indem wir so in dem Zweigleben wirklich im einzelnen zusammen verfolgen, wie die Dinge gefunden werden, erobern wir uns nach und nach eine innere Sicherheit und Überzeugungskraft, wenn wir uns auch noch lange anzustrengen haben, auf dem eigenen Erkenntnispfad eigene Erfahrungen, eigene Erlebnisse zu haben.
Cite:
GA 174a/1915-11-29/p023 · edition original