Vierter Vortrag

GA 174a/1915-11-29/p028 ·1915-11-29 · original (original)
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So enthüllen sich nach und nach die Erscheinungen des Lebens, die Rätsel des Daseins, und man gewinnt wirklich gerade in solchen Zeiten, wie die unsrigen sind, wo so viel, viel Rätselhaftes aus Blut und Leid heraus geahnt werden kann, den Eindruck, wie Geisteswissenschaft erst den Menschen hineinstellen kann in das ganze, volle Leben. Die Menschheit schreitet fort. Die heutige Naturwissenschaft hat es früher nicht gegeben, sie ist aus dem Dämmerdunkel des Seelenstrebens heraufgekommen. Geisteswissenschaft muß ebenso heraufkommen. Der Mensch wird sie in der Zukunft nicht entbehren können. Heute hat sie noch viele Gegner, aber der Mensch wird immer mehr und mehr die Rätsel des Daseins empfinden und dadurch immer mehr und mehr die Notwendigkeit, auf geisteswissenschaftliche Art den Rätseln des Daseins näherzutreten. Dies muß uns immer wieder und wiederum von neuem in der Seele auferstehen als der Gedanke, der uns zusammenhält mit unserer Geistesbewegung, der uns gewissermaßen darauf hinweist, wie wir innerhalb unserer Geistesbewegung etwas suchen, was in der Menschheit immer mehr und mehr sich ausbreiten muß, und was wir durchhalten müssen durch all die Gegnerschaften, die sich auf ganz naturgemäße Weise in unserer Gegenwart noch finden.

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Cite: GA 174a/1915-11-29/p028 · edition original