Vierter Vortrag
Manche Ereignisse, die sich gerade innerhalb unserer Gesellschaft abgespielt haben, haben schon unseren Seelen den Gedanken nahelegen können: Ach, da draußen fließt Blut, da draußen ringt ein großer Teil der Menschen um Dinge, deren Bedeutung heute noch gar nicht ermessen werden kann, und da gibt es eine geistige Bewegung, die wahrhaftig das Interesse rein sachlich anregen könnte, in der man den Blick nicht zu richten brauchte auf das, was nur persönlich ist, aber da drinnen waltet so viel Persönliches, noch dazu zu solch einer Zeit, in der sich die Seele verpflichtet fühlen muß, mit den großen Ereignissen zusammenzuleben. Das ist auch ein Quell von Schmerz, das, was möglich war an Zusammenmischen von Persönlichem mit dem, was unpersönlich sein soll.
Cite:
GA 174a/1915-11-29/p031 · edition original