{"corpus":"steiner","locus":"GA 174b/1915-02-14/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nehmen wir den Fall, den wir im Herbst zu unserem Schmerz in Dornach erlebt haben. Das Söhnlein eines Mitgliedes gerade des hiesigen Zweiges, der in Dornach ansässig geworden ist, das siebenjährige Söhnchen wurde eines Abends vermißt. Und nachdem man sich klar geworden war, daß das Kind unter einem umgefallenen Möbelwagen liegen könnte, mußte mitten in der Nacht der Wagen gehoben werden, und der kleine Theo Faiß wurde unter diesem Wagen hervorgezogen, tot. Was war geschehen? Dort in der Gegend fährt sonst kein Möbelwagen, fährt überhaupt kein Wagen. Es ist der äußerste Ausnahmefall, daß da ein Wagen fährt. Es ist lange vorher und nachher keiner gefahren. Und der kleine Theo hat sonst immer, was er zu holen hatte, eine Viertelstunde früher geholt. An jenem Abend war er veranlaßt worden, eine Viertelstunde zu warten. Er hätte auch, während er an der linken Seite des Wagens gegangen ist, an der rechten Seite gehen können, aber man hatte ihn veranlaßt, zu einem anderen Ausgang hinauszugehen als sonst. Alles hat sich so zusammengezogen, daß es auf die Sekunde hin sich so abgespielt hat, daß der Knabe gerade just unter diesen Wagen kam. Untersucht man den Fall geistig in seinem karmischen Zusammenhang, dann hat sich die Seele des Knaben diesen Wagen bestellt, um den Tod zu finden in diesem Zeitpunkt; da war das alles so eingerichtet, da ist das physische Ereignis eine Folge der geistigen Zusammenhänge. Dann begreift man die Dinge in einer ganz anderen Weise, dann versteht man allerdings auch den Zusammenhang zwischen dem, was geschehen ist, und dem weiteren Verlauf nach dem Tode. Der kleine Theo hatte ja einen Ätherleib, den er im normalen Leben noch siebzig, achtzig Jahre und noch länger hätte haben können. Das alles geht ja nicht verloren, das bleibt da. Ein Atherleib von einem siebenjährig gestorbenen Kinde hat noch die Kräfte in sich, die verwendet worden wären im Leben, die sind in der geistigen Welt vorhanden. Und das ist auch denjenigen, die mit der Ätheraura unseres Baues zu tun haben, sehr wohl bemerklich; denn da ist der Ätherleib des kleinen Knaben seit dem Tode drinnen, da sind die Kräfte, die starken geistigen Kräfte dieses klugen, lieben, gutgearteten Knaben. Das sind Hilfs- und Helferkräfte desjenigen, was mit der Aura des Dornacher Baues zusammenhängt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-02-14","location":null,"word_count":372,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1915-02-14/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1915-02-14/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/174b/1915-02-14/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}