Sechster Vortrag

GA 174b/1915-11-24/p023 ·1915-11-24 · original (original)
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Es ist so, daß derjenige, der entkörpert in der geistigen Welt ist, die geistige Welt um sich herum insoweit schaut, als er darinnen tätig ist. Und was er schaut, ohne daß er tätig ist, das ist dort jenseitige Welt, die Welt, die unsere diesseitige Welt ist. Wenn der Entkörperte auf die Erde schaut, so sieht er das, was da ist, ohne daß er mittut. Wie wir hier auf der Erde unsere sichtbare Welt, unsere wirkliche Welt, unsere seiende Welt als das Diesseits bezeichnen und das, was nicht gesehen wird, als Jenseits, so ist es gerade umgekehrt von dem Standpunkte der geistigen Welt aus. In der geistigen Welt ist rein nichts außer dem, was wir dadurch aus dem Nichts in die Gegenwart schaffen, daß wir mittun: Das ist dann das Diesseits. Sonst ist das Diesseits in der geistigen Welt finster und stumm und öde, wenn wir nicht darinnen handeln seelisch-geistig. Das Jenseits aber ist da, ohne daß wir arbeiten. Während wir hier hinaufblicken zum Unbekannten, blicken wir von der geistigen Welt auf das, was uns hier bekannt ist, aber das ist gerade das Jenseits, das keine Wirklichkeit hat, weil es ist, ohne daß man etwas dazu tut. — Mit solchen Vorstellungen muß man sich schon einmal bekanntmachen.

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Cite: GA 174b/1915-11-24/p023 · edition original