Sechster Vortrag
Nachdem der Geistesforscher nun diese seine ihm naturgemäße Impression entwickelt hat, führt ihn seine Forschung wiederum zurück zu der Rätselfrage nach dem von einer Kugel im jugendlichen Alter getroffenen Menschen. Und er muß nun fragen: Gibt es für die von hier aus jenseitige Welt, in der die entkörperten Menschen und die geistigen Wesen, die seelischen Wesen leben, etwas, was dem Idealismus hier auf der Erde entspricht? Gibt es für die jenseitigen Wesen etwas Ähnliches wie die Ideale hier auf der Erde? — Und siehe da, es stellt sich das Folgende heraus. Nehmen wir einen Menschen, der im jugendlichen Alter von einer Kugel getroffen worden ist: sein Ätherleib trennt sich von dem physischen Leibe, der physische Leib ist auf gewaltsame Weise weggegangen. Selbstverständlich muß die Gewalt von außen kommen. Es kann niemals das, was ich gesagt habe, gelten, wenn der eigene Entschluß vorliegt. Der Vorgang muß von außen kommen. Der Ätherleib hat also, wie ich schon betonte, Kräfte in sich, die noch weiter, vielleicht jahrzehntelang das Leben hätten versorgen können hier auf der Erde. Diese Kräfte vergehen nicht, sie bleiben. Derjenige, der so seinen Ätherleib nun ablegt, übergibt die Kräfte seines Ätherleibes der allgemeinen Welt. Er ist aber auf die angedeutete Weise in die geistige Welt hineingekommen, beziehungsweise es ist ihm sein Leib genommen worden. So geht er nun in die geistige Welt als ein Entkörperter hinauf. Es bleibt von ihm etwas in der physischen Welt zurück, was er selber noch hätte verbrauchen können, aber nicht verbraucht hat. Bedenken Sie, was da vorliegt! Das betreffende Menschenwesen geht in die geistige Welt hinauf, ohne verbraucht zu haben etwas, was es hätte verbrauchen können.
Cite:
GA 174b/1915-11-24/p025 · edition original