{"corpus":"steiner","locus":"GA 174b/1915-11-24/p040","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich habe versucht, Ihnen in diesen Tagen in einigen Andeutungen dieses oder jenes zu sagen von dem Zusammenhange der physischen mit der geistigen Welt. Ich habe es gesagt aus Impulsen heraus, die von den bedeutsamen Ereignissen unserer Zeit ausgehen. In einer Zeit, in der uris so tausendfältig, täglich, möchte man sagen, der Tod vor der Seele steht, sind wohl gerade solche Betrachtungen, wenn sie als Möglichkeit geboten werden, der Menschenseele naheliegend. Denn wie könnte man absehen vom Forschen nach Sinn und Zweck des Daseins in solch schweren Prüfungszeiten, wie die heutigen es sind! Daß wir gerade über solche Fragen hier sprechen konnten, macht, daß es mir zur tiefen Befriedigung gereicht, auch in dieser schweren Zeit wiederum unter Ihnen sein zu können. Ich möchte damit nur die Bemerkung verbinden, daß in der Gegenwart schon einmal manches nach dem Charakter dieser Gegenwart angesehen werden muß. Es ist jetzt nicht so einfach, überall hinzureisen wie sonst in Friedenszeiten. Daher müssen schon auf unserem Gebiet unsere Mitglieder sich bewußt werden, wie sich ja alle Menschen dessen bewußt sein müssen, daß kriegerische Zeiten andere sind als die normalen Zeiten, und daß wir nicht alles so verlangen können wie in den normalen Zeiten. Ich sage das ganz besonders mit Rücksicht darauf, daß das oftmals gerade von unseren Mirtgliedern sehr übersehen wird, während doch gerade unsere Mitglieder recht viel Verständnis haben müßten für unsere Gegenwart, lebendigen Zusammenhang damit haben müßten. Vielfach zeigt es sich, daß unsere Mitglieder gar nicht begreifen können, daß man daran denken muß, in welch schwerer Zeit man lebt, und daß nicht alles in derselben Regelmäßigkeit geschehen kann wie sonst. Daran aber müssen wir festhalten, daß wir auch treu in unserer Sache sind. Was ein jeder von uns in dieser Zeit tun kann dadurch, daß die einzelnen Zweige unserer Gesellschaft recht viel, recht gründlich in unserer Sache arbeiten, das wird wirklich nicht nur zum Heile unserer Sache getan, sondern das wird zu einem viel weiteren Heile getan.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-11-24","location":null,"word_count":323,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1915-11-24/p040","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1915-11-24/p040"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/174b/1915-11-24/p040","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}