Sechster Vortrag

GA 174b/1915-11-24/p042 ·1915-11-24 · original (original)
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Der eine oder andere von Ihnen hat vielleicht gehört, daß an einem Orte, an dem unsere Geisteswissenschaft gepflegt wird, über allerlei Mängel gesprochen werden mußte, die da oder dort sich herausgestellt haben. Wenn mit gewissen Worten diese oder jene Menschen getroffen worden sind, so darf man darum nun nicht zur anderen Einseitigkeit hinneigen. Ich sage das jetzt nicht, um auf diese Dinge näher einzugehen, sondern nur als Beispiel. Wenn zum Beispiel Menschen, die von allerlei okkulten Ereignissen, okkulten Erlebnissen sprachen, über diese Erlebnisse nicht in der richtigen Weise gesprochen haben, so darf daraus nicht der Schluß gezogen werden, daß etwa in unserer Gesellschaft die okkulten Erlebnisse nicht die Hauptsache wären. Gewiß sind sie es, denn wir streben ja aus dem Äußerlichen in das Innerliche hinein. Es war auch nicht ein Bedürfnis vorhanden, gegen okkulte Erlebnisse an sich etwas einzuwenden. Auf welcher Stufe diese Erlebnisse aber auftreten, das ist es, auf was man innerhalb unserer Bewegung sehen muß, was zu gelten hat. Denn ein anderes ist es, in einer gewissen leichten Weise über okkulte Erlebnisse zu sprechen, ein anderes wäre es, zu sagen, man wolle überhaupt nichts mehr davon hören. Wir haben drei Tage lang von den intimsten okkulten Erlebnissen gesprochen. Eine bloße Denkwissenschaft kann das nicht sein, was in unserem Kreise geschaffen wird. Dazu ist unsere Gesellschaft nicht da. Wir dürfen nicht von einer Einseitigkeit in eine andere kommen.

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