Neunter Vortrag

GA 174b/1917-05-11/p012 ·1917-05-11 · original (original)
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Nun allerdings erlebt man gar mancherlei, wenn man die Art und Weise überblickt, wie Anthroposophie entgegengenommen wird. Die Menschen begegneten mir ja immer wieder und wiederum, die den einen oder anderen Vortrag sich anhörten, die eine oder andere kleine Schrift lasen, und dann sich nicht mehr sehen ließen. Das ist ihr gutes Recht, selbstverständlich, es soll das niemandem vorgeworfen werden. Und wenn sie dann von einem Bekannten gefragt wurden, warum sie nicht mehr erschienen sind - in aller Freundschaft selbstverständlich, nicht wie mit irgendeinem Vorwurf -, dann gaben sie zur Antwort: Ja, wenn wir näher auf die Sache eingehen, fürchten wir, überzeugt zu werden. -Es ist dies ganz gewiß ein bedeutsames Wort, es weist aber auch auf bedeutsame Tatsachen hin. Was versucht wird, ist ja gerade: loszukommen von dem Erbübel unserer Zeit, dem Aufstellen von persönlichen Meinungen, dem Aufstellen von persönlichen Thecrien, und die Seelen hinzulenken auf dasjenige, was die Geistigkeit der Welt selber sagt, wenn wir die Möglichkeit finden, uns dieser Geistigkeit der Welt mit ganzer Seele hinzugeben und von den Methoden zu sprechen, von den Mitteln zu sprechen, durch welche die Seele dahin gelangt, gewissermaßen die Geistigkeit der Welt selber anzuhören.

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Cite: GA 174b/1917-05-11/p012 · edition original