{"corpus":"steiner","locus":"GA 174b/1917-05-11/p033","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun, bei der Spekulation auf die krasseste Unwissenheit und auf den Willen zur krassesten Unwissenheit lassen sich natürlich den Leuten allerlei schöne Märchen erzählen: daß man grün und blau, besonders an den Beinen, geworden ist, indem man solche Grundsätze befolgt hat. Und bei jenen, die bei allem etwas Esoterisches aus den Fingern saugen wollen, lassen sich diese Dinge natürlich als Verleumdungen anbringen. Aber eben gerade wenn wir wissen, daß die Dinge, die in der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft getrieben werden, von notwendigen Bedürfnissen tatsächlich gefordert werden, dann werden wir es begreiflich finden können, daß eine solche Maßregel, wie die vorher erwähnte, einmal wirklich ergriffen werden muß; einfach aus dem Grunde, damit man sieht, daß die Dinge ernst gemeint sind, um welche es sich handelt. Beklagen Sie sich nicht bei mir, der es ebenso hart empfindet wie Sie; beklagen Sie sich bei denjenigen, auf die ich Sie deutlich hingewiesen habe, und die es unmöglich machen, daß eine solche Maßregel vermieden werde. Mir ist es heute sehr schwer, Privatgespräche, die ja zahlreiche Mitglieder wünschen, aus diesen prinzipiellen Gründen ablehnen zu müssen. Ich weiß selbstverständlich auch, daß dieses auch wiederum als Verleumdung gegen mich ausgenützt werden wird, aber ich kann mich nicht nach persönlichen Gründen richten, sondern nach dem muß ich mich richten, was für unsere Bewegung notwendig ist. Das heißt, ich muß mich fügen dem Prinzip, ernst zu machen mit dem, was immer wieder und wiederum auf der einen Seite Anlaß gibt zum Geflunker, auf der anderen Seite der Anlaß ist zu den Verunglimpfungen und Verleumdungen von seiten derjenigen, die nicht ehrlich Geisteswissenschaft widerlegen wollen, sondern die sie auf andere Weise aus der Welt schaffen wollen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Neunter Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-05-11","location":null,"word_count":273,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1917-05-11/p033","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1917-05-11/p033"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/174b/1917-05-11/p033","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}