Zwolfter Vortrag

GA 174b/1918-02-23/p018 ·1918-02-23 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn wir nun den Moment des Einschlafens zunächst ins Auge fassen, so ist das derjenige Augenblick, der besonders günstig ist, um an irgendeinen, der hinweggegangen ist, und der uns lieb und wert war, der mit uns sonst karmisch verbunden war, dasjenige heranzubringen, was wir zu ihm an Beziehungen entwickelt haben. Der Augenblick des Einschlafens ist dafür besonders gut. Wir entwickeln natürlich unsere Beziehungen zu den Toten, mit denen wir karmisch verbunden sind, in dem wachen Tagesleben vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Wir gedenken der Toten. Alles dasjenige, was wir in der Weise im Verhältnis zu den Toten denken, daß wir es etwa gerne an sie heranbringen möchten, daß wir es ihnen gerne sagen möchten, das drängt sich dann im Moment des Einschlafens zusammen und gelangt, wenn es uns auch unbewußt bleibt, für das gewöhnliche Bewußtsein, zu den Toten hin. Nur ist eine gewisse Seelenverfassung für diese Mitteilungen ganz besonders günstig, eine andere Seelenverfassung ungünstig.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/174b/1918-02-23/p018.json
Cite: GA 174b/1918-02-23/p018 · edition original