Dreizehnter Vortrag

GA 174b/1918-02-24/p003 ·1918-02-24 · original (original)
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Wir haben gestern versucht, des genaueren jene Welt kennenzulernen, die uns so umgibt, daß wir sie gemeinsam haben mit denjenigen, die durch des Todes Pforte gegangen sind, und die wir auch gemeinschaftlich haben mit jenen geistig-seelischen Wesenheiten, die wir zu den Wesenheiten der höheren Hierarchien rechnen. Damit haben wir uns einer Betrachtung hingegeben, welche geeignet ist, uns einen Teil jener Wirklichkeit zu erschließen, die in das menschliche Leben hereinspielt, ohne daß der Mensch mit seiner sinnlichen Wahrnehmung und auch mit seinem an die sinnliche Wahrnehmung gefesselten Verstand etwas von ihr im gewöhnlichen wachen Bewußtsein wissen kann. Da diese Welt eine Wirklichkeit ist, eine bei der Gestaltung des menschlichen Lebens mitwirkende Wirklichkeit, so ist es wohl begreiflich, daß in der Zeit, in die wir uns hineinleben, in welcher der Mensch immer mehr und mehr aufgerufen wird, aus seinem freien Willen heraus — wie wir das öfter sagten — das allgemeine Menschheitsentwickelungsgeschick in die Hand zu nehmen, daß in einer solchen Zeit ein Wissen auch über diese übersinnlichen Dinge sich in die Menschenseele senkt. In der Andeutung, daß in unserer Zeit dies ganz besonders notwendig ist, haben wir gestern die Betrachtung ausklingen lassen, die eben als eine Betrachtung über das Leben der sogenannten Toten jeder einzelnen Menschenseele tief eindringlich sein muß. Auf der anderen Seite muß es aber auch wiederum ein intensives Bedürfnis sein, gerade über solche Dinge sich genauere Gedanken zu machen, wie die waren, die wir gestern in unserer Betrachtung haben anklingen lassen. Denn in unserer Zeit sollten selbst halbwache Menschen, träumende Menschen ahnen, daß sich außerordentlich wichtige Entscheidungen bilden.

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Cite: GA 174b/1918-02-24/p003 · edition original