Dreizehnter Vortrag
Wenn man hinblicken will auf diese Geister der Hindernisse, diese Geister ahrimanischer Natur, mit denen diejenigen Geister, die man michaelische Geister nennen kann, einen starken Kampf ausgefochten haben, so muß man sagen: Diese ahrimanischen Geister hatten in verflossenen Zeiten der Menschheitsentwickelung ihre gute Bedeutung, sie hatten ihre Aufgaben in verflossenen Zeiten der Geistesentwickelung. Diese Aufgaben vollzogen sich so, daß sie geleitet wurden von guten höheren Geistern. Wir dürfen uns die sogenannten bösen Geister nicht so vorstellen, daß wir denken, man müsse sie nur fliehen, um sie möglichst loszuwerden. Das ist nämlich das beste Mittel, sie an sich zu heften, wenn man sie in egoistischer Weise loswerden will, man hat sich vielmehr vorzustellen, daß diese sogenannten bösen Geister eben auch im Dienste der weisen Weltordnung stehen. Wenn sie nur an ihren richtigen Ort gestellt werden, dann verrichten sie Dienste, die notwendig sind im Sinne der weisen Weltordnung. Und so kann man sagen: Durch Jahrhunderte, ja durch Jahrtausende verrichteten diese Geister ahrimanischer Natur die Aufgabe, die Menschen zu gliedern in diejenigen Gemeinschaftszusammenhänge, die mit den Banden des Blutes zu tun haben. Die Menschen hängen ja in ihren irdischen Verbänden so zusammen, daß die Bande des Blutes auch gewisse Bande der Liebe auslösen, bewirken. Die Menschen gliedern sich in Familienzusammenhänge, in Stammeszusammenhänge, in Völkerzusammenhänge, in Rassenzusammenhänge. Alle diese Dinge unterliegen ja gewissen Gesetzen der Zeiten. Diese werden dirigiert von Wesenheiten der höheren Welten. Dasjenige, was die Menschheit spezialisiert hat, was die Mensch 286 heit so gegliedert hat, daß dieser Gliederung das Blut zugrunde liegt, das wurde von diesen ahrimanischen Geistern, aber unter der Leitung von guten Geistern, gelenkt.
Cite:
GA 174b/1918-02-24/p007 · edition original