{"corpus":"steiner","locus":"GA 174b/1918-02-24/p042","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Leben des Menschen läßt sich doch nur in einerlei Sinn verwalten. Auch in die naturwissenschaftliche Weltanschauung muß der Geist eindringen. Und auch das religiöse Leben muß durchdrungen werden von demjenigen Lichte, das an der Geisteswissenschaft gewonnen werden kann. Fassen Sie selbst solche Dinge, wie sie heute hier gesagt und gemeint waren und die scheinbar die Zeitenbetrachtungen in übersinnliche Höhen hinaufführen, so auf, wie sie in Ihren Vorstellungen lebendig ergriffen werden können. Dann werden Sie schon sehen, daß mit anthroposophischer Bildung nicht nur Kopfbildung, daß damit Herzensbildung für die Menschheit gegeben werden kann. Sie ist schon Herzensbildung. Sie dient schon der ganzen Menschheit, nicht bloß derjenigen Menschheit, die eigentlich mit siebenundzwanzig Jahren sterben könnte. Sie dient schon dazu, den Menschen lebensmutig, lebenstüchtig das ganze Leben hindurch zu machen. Greisenhaft, nervös, unharmonisch, zerrissen wird diejenige Bildung ihn machen, welche das verschiedene Tempo von Kopf- und Herzensentwickelung nicht beachtet. Sehen Sie ins Leben, Sie werden dies bestätigt finden, denn das Leben kann ein großer Lehrmeister sein mit Bezug auf die Bestätigung desjenigen, was anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft aus den geistigen Höhen herunterholt. Nehmen Sie alles zusammen, was gesprochen ist, vor allen Dingen, wenn es von solchen Gesichtspunkten aus gesprochen ist wie heute, als zu Ihrem Herzen gesprochen, meine lieben Freunde, für die Bildung unseres Herzens durch den Geist der Welt; und halten Sie zusammen dasjenige, was das Band sein soll, das uns gerade als Glieder unserer Bewegung miteinander verknüpft. So wollen wir zusammenarbeiten, und so wollen wir uns vornehmen, weiterzuarbeiten, jeder an seinem Platz, so gut er es kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1918-02-24","location":null,"word_count":256,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1918-02-24/p042","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/174b/1918-02-24/p042"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/174b/1918-02-24/p042","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}