{"corpus":"steiner","locus":"GA 175/1917-02-20/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Daher ist die eigentümliche Empfindung, die wir mit dem Weihnachtsmysterium und dem Weihnachtsfest verbinden, keineswegs etwas \"Willkürliches, sondern sie hängt zusammen mit der Festsetzung des Weihnachtsfestes. In jenen Wintertagen, an denen das Fest angesetzt ist, da ist der Mensch in der Tat, wie die ganze Erde, dem Geiste hingegeben. Da durchlebt der Mensch gewissermaßen ein Reich, wo der Geist ihm nahesteht. Und die Folge davon ist eben das, daß um die Weihnachtszeit, so bis zu unserem heutigen Neujahr hin, der Mensch ebenso eine Begegnung seines Astralleibes mit dem Lebensgeist durchmacht, wie er für die erste Begegnung die Begegnung des Ich mit dem Geistselbst durchmacht. Und auf dieser Begegnung mit dem Lebensgeist beruht das Nahesein dem Christus Jesus. Denn durch den Lebensgeist offenbart sich der Christus Jesus. Er offenbart sich durch ein Wesen aus dem Reiche der Archangeloi. Selbstverständlich ist er ein unendlich viel höheres Wesen, aber nicht darauf kommt es jetzt an, sondern darauf, daß er sich offenbart durch ein Wesen aus dem Reiche der Archangeloi. So daß wir durch diese Begegnung für die heutige Entwickelung, für die Entwickelung seit dem Mysterium von Golgatha, eben dem Christus Jesus besonders nahestehen, und daß wir die Begegnung mit dem Lebensgeist in gewisser Beziehung auch die in den tiefen Untergründen der Seele vor sich gehende Begegnung mit dem Christus Jesus nennen können. Wenn nun der Mensch - sei es durch die Entwickelung des Geistesbewußtseins im Bereiche der religiösen Vertiefung und der religiösen Übung, oder sei es, diese religiöse Übung und religiöse Empfindung ergänzend, auch noch durch Aufnahme von Vorstellungen der Geisteswissenschaft —, wenn nun der Mensch sein Empfindungsleben vertieft, vergeistigt auf die geschilderte Weise, dann wird er ebenso, wie er im wachen Leben die Nachwirkung der Begegnung mit dem Genius erleben kann, erleben die Nachwirkung der Begegnung mit dem Lebensgeist, beziehungsweise mit dem Christus. Und es ist tatsächlich so, daß in der Zeit, die nun auf die angedeutete Weihnachtszeit folgt, bis zur Osterzeit hin, die Verhältnisse ganz besonders günstig liegen, um sich zum Bewußtsein zu bringen die Begegnung des Menschen mit dem Christus Jesus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-02-20","location":null,"word_count":341,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/175/1917-02-20/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/175/1917-02-20/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/175/1917-02-20/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1917-02-20_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}