Fünfter Vortrag
Es ist sehr merkwürdig, daß die Menschen, die heute noch vorgeben Aristoteles zu lesen, sich auch nur getrauen, so ganz an der Geisteswissenschaft vorbeizugehen. Denn bei Aristoteles zeigt sich überall ein richtiges Aufflackern jenes alten Wissens, das wir oftmals als ein Ergebnis des alten atavistischen Hellsehens bezeichnet haben. Wenn wir heute von dem Ätherleib des Menschen, von dem Empfindungsleib, von der Empfindungsseele, von der Verstandes- oder Gemütsseele, von der Bewußtseinsseele sprechen, so sind diese Ausdrücke geprägt für Wirklichkeiten des seelisch-geistigen Lebens, die den Menschen erst wiederum zum Bewußtsein kommen sollen.
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GA 176/1917-07-03/p006 · edition original