{"corpus":"steiner","locus":"GA 176/1917-07-10/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So werden wir dann mehr die Kraft, die jetzt schon in uns lebt von unserer nächsten Inkarnation, gewahr, wenn wir uns so bemühen, voneinander liegende Dinge zu denken, in Beziehung zu setzen, um unser Ich zu bereichern. Wir geben uns eben sehr der Täuschung hin, daß wir unser Ich bereichern, wenn wir, nun, sagen wir, in uns hineinbrüten. Aber da bereichern wir unser Ich gar nicht, wenn wir also nur in uns hineinbrüten, sondern wir bereichern unser Ich, wenn wir uns in die Welt, die unter der Oberfläche des gewöhnlichen Daseins liegt, wie angedeutet, hineinfinden, und wenn wir wirklich dieses Sinnen über das Leben im Gegensatz zu dem bloßen Sinnen, das in einem Hineinbrüten in sich selbst besteht, pflegen. Liebevoll das Leben ergreifen und nicht philiströs Zusammenhänge ablehnen, die keine andere Bedeutung haben, als daß sie eben weit Auseinanderliegendes zusammenfassen, nur um das Ich zu bereichern, das bringt uns Stärke. Versuchen Sie es einmal im allergewöhnlichsten Leben — Sie werden sehen, Gelegenheit dazu gibt Ihnen jede Stunde -, versuchen Sie es im gewöhnlichen Leben, die Dinge, die Sie erleben, in solche geheimnisvolle Anknüpfungen ausklingen zu lassen. Nur muß man selbstverständlich nicht zum Phantasten werden. Zum Phantasten wird man dann, wenn man in solchen geheimnisvollen Zusammenhängen mehr sucht, als sie sind, wenn man durch sie etwas erkennen will. Aber nicht darauf kommt es an, durch sie etwas zu erkennen, sondern sie in sich wirken zu lassen. So daß man wirklich angeben kann, wie man sich in die Kraft einleben kann, die jetzt gedankenmäßig in einem ist, während ihre Wirklichkeit erst unserer nächsten Inkarnation entspricht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-07-10","location":null,"word_count":263,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/176/1917-07-10/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/176/1917-07-10/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/176/1917-07-10/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}