Sechster Vortrag

GA 176/1917-07-10/p018 ·1917-07-10 · original (original)
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So gibt es aber auch eine Möglichkeit, nicht nur das Ich, das die unserem Leben zugrunde liegende Kraft in der nächsten Inkarnation sein wird, nicht nur dieses Ich als Vorstellungs-Ich zu erfassen, sondern es gibt auch eine Möglichkeit, zu erfassen, wie dieses Ich zwischen dem Tod und einer neuen Geburt lebt. Da müssen wir allerdings dann mehr auf das sehen, wie wir uns selbst in das Leben hineinstellen, oder wie sich der Mensch überhaupt in das Leben hineinstellt. Aber die groben Einstellungen auf das Leben, die führen wiederum nicht in jene feine Art des inneren Erlebens, die man braucht, wenn man eine Wahrnehmung haben soll von der Art, wie man ist zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wie man ist nach dem Tode. Heute suchen ja die Menschen nur auf groben Wegen; aber auf groben Wegen kann man die Dinge nicht finden, die als Dinge in der Geisteswelt, als Wesen in der Geisteswelt gesucht werden. Da muß man sich auf feinere Zusammenhänge einlassen. Sie können sich eigentlich nicht wundern, daß man sich da auf feinere Zusammenhänge einlassen muß, denn schließlich ist das Leben in der geistigen Welt eben doch ein anderes als dasjenige, in dem wir hier in der sinnlichen Welt sind. Deshalb brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn das, was wir denken, fühlen und wollen, nicht unmittelbar anwendbar ist auf die geistige Welt, wenn es da einer Verfeinerung unseres ganzen Lebens bedarf.

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