{"corpus":"steiner","locus":"GA 176/1917-07-10/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Solche feineren Zusammenhänge im Leben, die man auch nicht als etwas anderes nehmen muß, als das, was sie sein sollen: Bereicherung unseres Innenlebens, die sollten an dem, der sein Innenleben bereichern will, als eine Perspektive auf das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, nicht vorübergehen. Man sollte wirklich auch diese, das Menschenleben selbst in weitere Netze aufnehmenden, unter der Oberfläche des Lebens liegenden Fäden, aufsuchen. Gewiß, es darf einen niemand sozusagen an der materialistischen Hand nehmen und sagen: Also behauptest du, daß der Stepniak diese Zusammenkunft mit Bernstein am Abend durch anziehende Kräfte seiner Seele herbeigezogen hat. Ja, wenn man so materialistisch an der Hand genommen wird, als ob man etwas hätte sagen wollen von einen materialistisch-naturwissenschaftlichen Beweis, dann ist das nichts. Denn so grob liegen die Dinge nicht. Die Dinge liegen eben viel feiner. Es muß jemand gar nicht auf den Gedanken kommen, einen gewissermaßen materialistisch auf diese Dinge festnageln zu wollen, sondern er muß zufrieden sein, daß man oder daß einer sich ergeht in der Schilderung solcher Zusammenhänge; er muß gar nicht das Bedürfnis haben, sie so grob anzufassen, wie die Dinge des gewöhnlichen materiellen Lebens. Wenn man sich einläßt, das Leben auf solche feineren Zusammenhänge hin so zu betrachten, dann wird wiederum die Seele bereichert. Im Grunde sind alle Zusammenhänge, die die Geisteswissenschaft gibt, solche feinere Zusammenhänge. Daher wird das Leben auch bereichert durch diese Zusammenhänge; wenn dieses Leben nicht gerade in dem Körper des Max Dessoir ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1917-07-10","location":null,"word_count":243,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/176/1917-07-10/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/176/1917-07-10/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/176/1917-07-10/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}