Erster Vortrag

GA 176/1917-07-31/p016 ·1917-07-31 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Was ist da zu tun? Das ist ja natürlich die Frage, die eigentlich die bedeutungsvolle ist. Ja, sehen Sie, was da zu tun ist, das ist das, daß man eben von solch vergessenen Tönen im Geistesleben spricht. Und wenn ich einen solchen Denker wie African Spir mit ein paar Zügen hier vor Ihre Seelen hinstelle, so geschieht es nicht aus einem bloß theoretischen Grunde, um Ihnen etwas Interessantes zu erzählen, sondern um darauf aufmerksam zu machen: Unter uns ist eine geistige Welt von wirklichen Gedanken, die auch schon ein Denker gehegt hat; aber der Denker hütet die Gedanken. Wir müssen nur entwickeln ein gewisses pietätvolles Gefühl, ein gewisses Hinschauen zu dem Denker selbst, damit er sie uns herausgibt in einem gewissen Sinne, und wir durch sie befruchtet werden können. Deshalb ist es, daß ich gerne im Laufe der Betrachtungen auf solche vergessene Denker aufmerksam mache, weil dadurch eine Verbindung zu ihnen geschaffen wird, die eine Realität darstellt. Indem ich ein wenig das Bild des African Spir in Ihre Seelen hinein zeichne, wird etwas hergestellt, was in gewissem Sinne da sein soll zur Korrektur. Und das gehört unter die Aufgaben der Geisteswissenschaft.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/176/1917-07-31/p016.json
Cite: GA 176/1917-07-31/p016 · edition original