Erster Vortrag

GA 176/1917-07-31/p018 ·1917-07-31 · original (original)
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So ist es ein reales Tun, was wir vollbringen, wenn wir in dieser Weise und mit dieser Gesinnung von denjenigen Geistern sprechen, mit denen gerade die letzte Zeit einen solchen Raubbau getrieben hat. Und es wird gerade dadurch unserer Zeit etwas gegeben, wenigstens könnte unserer Zeit etwas gegeben werden, was ihr so not tut. Denn all das Denken, das nur ein Nachdenken ist, all das Denken, das in der landläufigen Weise über die Natur, die Geschichte, das soziale Leben denkt, all das Denken ist unfruchtbar, all dieses Denken hat eigentlich keine Aufgaben mehr, wenn es die äußere Welt erfaßt hat; es ist unfruchtbar. Daher gibt es heute so viele unfruchtbar denkende Leute, weil sie nur über äußere Wirklichkeiten oder über Geschichtswirklichkeiten denken wollen. Fruchtbar ist nur dasjenige Denken, welches als Inhalt die geistige Welt in sich aufnimmt. Der Gedanke ist wie eine Leiche, solange er nur im Nachdenken über die Natur oder Geschichte entstand, er wird erst lebendig und schöpferisch, wenn er erfüllt ist von dem, was durch die Hierarchien von der geistigen Welt in ihn hinunterströmt.

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Cite: GA 176/1917-07-31/p018 · edition original