Dritter Vortrag

GA 176/1917-08-14/p023 ·1917-08-14 · original (original)
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Was man aufnehmen muß, wenn man durch Geisteswissenschaft den Christus erfassen will, ist das geisteswissenschaftliche Bild des Christus mit dem vollen Bewußtsein, daß die äußere Wissenschaft — weder die Naturwissenschaft noch die Geschichte -— zum Christus-Begriff nicht kommen kann, sondern daß sie Widerstand leisten wird, den Widerstand, den heute der antichristliche Mensch, der nur naturwissenschaftlich oder historisch denken will, gegenüber dem Christus-Begriff hat, im Gegensatz zu dem Gläubigen. Und wir müssen uns klar sein: da muß ein innerer Widerstand vorhanden sein, weil da zwei Welten zusammenwirken. Wir müssen mutig in diesen Widerstreit hinein; denn es ist der Widerstreit, der in der richtigen Theologie genugsam geschildert wird als der Widerstreit zwischen Christus und Ahriman. Eine lebendige Weltanschauung muß den Widerspruch in sich aufnehmen; denn der Widerspruch lebt in dem Kampfe zum Beispiel zwischen dem Christus und dem Ahriman.

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