Individuelle Geistwesen und einheitlicher Weltengrund I
Also betrachten wir diesen, ich möchte sagen, mehr normalen Fall, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen Seelen nach dem Tode in die geistige Welt hinüberkommen, die ganz und gar nichts wissen wollten von spirituellen Begriffen und Empfindungen: sie werden zu zerstörerischen Zentren, weil sie in der Erdensphäre aufgehalten werden. Nur Seelen, welche schon hier durchdrungen sind von einem gewissen Zusammenhang mit der geistigen Welt, gehen durch die Pforte des Todes so, daß sie in der richtigen Weise in die geistige Welt aufgenommen, der Erdensphäre entrückt werden und jene Fäden spinnen können auch zu den hier Zurückgebliebenen, welche fortwährend gesponnen werden. Denn darüber müssen wir uns nur klar sein: die geistigen Fäden zwischen den toten Seelen und uns selber, die mit ihnen verbunden waren, die werden durch den Tod nicht abgerissen, die bleiben, sind sogar viel inniger nach dem Tode, als sie hier gewesen sind. Aber das, was ich gesagt habe, das muß man als eine ernste, bedeutungsvolle Wahrheit aufnehmen.
Cite:
GA 178/1917-11-18/p013 · edition original