{"corpus":"steiner","locus":"GA 178/1917-11-18/p042","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Erde ist keineswegs ein solches Wesen, wie es Geologen oder Mineralogen oder Paläontologen hinstellen; diese Erde ist ein vollbelebtes Wesen. Der Mensch sieht davon eben nur das Knochengerüste, denn der Geologe und Minetaloge und Paläontologe stellt nur das Mineralische hin, das ist das Knochengerüst. Wenn Sie nur das wissen, so wissen Sie ungefähr nur so viel, wie wenn Sie hier hereinkommen würden und von der gesamten erlauchten Gesellschaft durch eine besondere Einrichtung Ihres Sehvermögens nichts anderes als die Knochen sehen würden, das Knochensystem. Nun stellen Sie sich einmal vor, wenn Sie hier hereinkämen zu der Türe und auf diesen Stühlen säßen lauter Knochengerippe, nicht daß Sie etwa nichts als Knochen hätten, das mute ich Ihnen nicht zu, aber wir nehmen an, der Mensch hätte nur die Fähigkeit, die Knochen zu sehen, er wäre wie mit irgendeinem Röntgenapparat ausgebildet. So viel nur sieht die Geologie von der Erde, die sieht nur das Knochengerüst. Diese Erde hat aber nicht nur das Knochengerüst, sondern sie ist ein lebendiger Organismus, und diese Erde sendet an jedem Punkte, auf jedem Territorium aus ihrem Mittelpunkt besondere Kräfte an die Oberfläche. Stellen Sie sich also so die Oberfläche der Erde vor (siehe Zeichnung S. 192), hier östliches Gebiet, hier westliches Gebiet- nur um das Große ins Auge zu fassen. Die Kräfte nun, welche heraufgesendet werden von der Erde, sind etwas, was zum Lebensorganismus der Erde gehört. Und je nachdem der Mensch an diesem oder jenem Orte der Erde lebt, kommt nicht seine Seele, nicht diese unsterbliche Seele mit diesen Erdenkräften in Verbindung - die nur indirekt; die unsterbliche Seele des Menschen ist verhältnismäßig sehr unabhängig von Erdenverhältnissen, sie wird nur künstlich auf solche Weise, wie es heute gezeigt wurde, von den Erdenverhältnissen abhängig gemacht. Aber auf dem Umwege durch diesen andern, der vor der Geburt vom Menschen Besitz ergreift und vor dem Tode ihn wieder verlassen muß, durch diesen andern wirken besonders stark diese verschiedenen Kräfte, welche durch Rassentypen und geographische Verschiedenheiten in den Menschen hereinwirken. Also es ist dieser Doppelgänger, den der Mensch in sich trägt, auf den insbesondere die geographischen und sonstigen Differenzierungen wirken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Individuelle Geistwesen und einheitlicher Weltengrund I","site_heading":null,"date":"1917-11-18","location":null,"word_count":350,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/178/1917-11-18/p042","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/178/1917-11-18/p042"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/178/1917-11-18/p042","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1917-11-18_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}