Dritter Vortrag

GA 179/1917-12-10/p025 ·1917-12-10 · original (original)
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Es ist diese Betrachtungsweise, die immer die geschichtlichen Ereignisse als Folgen der unmittelbaren früheren betrachtet, ungefähr ebenso gescheit, als wenn der Bauer sagen würde: Der Weizen, den ich dieses Jahr haben werde, ist die Folge des Weizens vom vorigen Jahre, die Samen sind geblieben; der vom vorigen Jahre ist wiederum die Folge des Weizens vom vorvorigen Jahre. — Eins schließt sich an das andere, Wirkung immer an die Ursache. Es tut es nur nicht, wenn nicht nachgeholfen wird! Denn der Bauer muß selbstverständlich persönlich eingreifen: er muß die Saat erst aussäen, damit Wirkung wird aus der Ursache. Von selbst wird nicht Wirkung aus der Ursache. Das ist von einem gewissen Gesichtspunkte aus sogar die schrecklichste Illusion des materialistischen Zeitalters, daß die Menschen glauben: Wirkung entsteht aus der Ursache, und daß die Menschen sich nicht die einfachsten Gedanken bilden wollen über die Wahrheit dieser Verhältnisse.

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